Die Wappenstiftung - Ein neues Wappen erstellen

Von einer Wappenstiftung spricht man, wenn ein Wappen neu geschaffen wird. Dies ist immer dann der Fall, wenn es entweder kein historisches Wappen gibt oder eine Führungsberechtigung nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Während der gesamten Stiftungsphase werden Sie bei Pro Heraldica persönlich und selbstverständlich von einem Heraldik-Experten beraten. Unser Haus betreut Sie von der Sichtung und Aufbereitung der eingereichten Unterlagen, über die Erstellung einer Wappenkonzeption bis hin zur Übergabe des Stiftungsberichts.

Ein Wappen entsteht aus den Wünschen, Ideen und Vorstellungen unserer Mandanten. Oft enthält es Zitate aus der Familiengeschichte. All diese Aspekte werden in einem sensiblen Prozess bildlich umgesetzt. Trotz der engen Grenzen, die die Heraldik setzt (siehe Farben), entstehen durch den Reichtum der Symbolik überraschende Ergebnisse mit einer ganz persönlichen Aussagekraft. Manche unserer Mandanten möchten eine bestimmte Lebensphilosophie in ihrem Wappen dargestellt sehen. So stellt sich unseren Heraldikern dann die Aufgabe, diese komplexe Idee in eine einfache und zeitlose Symbolik zu "übersetzen".

Selbstverständlich muss Ihnen Ihr neues Wappen gefallen! Deswegen wird so lange an der Konzeption gefeilt, bis sie Ihre uneingeschränkte Zustimmung findet. Denn Sie und Ihre Familie müssen sich in dem neuen Familienwappen wiederfinden und sich damit identifizieren können. Am Ende dieses Prozesses, der immer eine Gratwanderung zwischen dem Geschmack unserer Mandanten und den heraldischen Gesetzmäßigkeiten ist, entsteht in jedem einzelnen Fall ein sehr persönliches Bild einer Familie.

Ein sehr wichtiger Aspekt einer Wappenstiftung ist die Einmaligkeitsprüfung. Ein Wappen darf keinem anderen gleichen oder zu sehr ähneln. Dies ist ein Grund dafür, dass der Entwurf eines Wappens nicht automatisch seine Freigabe bedeutet. Diese kann erst bestätigt werden, wenn das neu zu stiftende Wappen gegen die bestehenden (ca. 1,7 Mio.) abgeglichen wurde.

Beispiel - Familienwappen Heimbach

Wappenbeschreibung: In rotem, mit neun silbernen Pfahlfäden belegtem Schilde ein silbernes Ort und ein schwarzes Fußort, das Ort zur Schildmitte halbkreisbogenförmig ausgezogen und im Bogen Familienwappen Heimbachanstoßend belegt mit einer im Fischblasenschnitt, schwarz-silbern geteilten Scheibe, das Fußort nach oben rechtwinklig ausgezogen und belegt mit einer silbernen Wellenpfahlleiste.

Auf dem schwarz-silbern-rot-silbern bewulsteten Helm mit rechts schwarz-silbernen und links rot-silbernen Decken fächerweise sieben nach Art einer Ährengarbe mit goldenem Band gebundene schwarze Halme, anstelle von Ähren sieben goldene Figuren: Seifensiederkelle, Mälzerschaufel, Gabel, Merkurstabkopf, Messer, Gleve und Schusterahle.

Hier finden wir im Schild ein Haus (Heim), das von einem Bach durchflossen wird. Damit ist der Name bildlich dargestellt. Das Yin & Yang Symbol verbildlicht die Lebenseinstellung des Wappenstifters. Die Helmzier enthält die Werkzeuge, die in der Familie benutzt wurden und werden. Etwas exponierter in der Mitte, das Symbol des Merkurstabs, das auch für den Kaufmannsstand, nämlich dem des Stifters, steht. Die Farbwahl steht für die regionale Herkunft.

 

Familienwappen

Familienwappen Sutter