Der Heraldiker

Der bekannteste Heraldiker des vergangenen Jahrhundert war unbestritten Dr. Ottfried Neubecker. Sein heraldisches Erbe wird bei Pro Heraldica gepflegt, in Ehren gehalten und weitergeführt. Auch aus diesem Grund sehen wir uns veranlaßt, den Begriff des "Heraldikers" etwas näher zu beleuchten.

Heraldiker Berufserklärung - Wie kommt man zu diesem Beruf?

Wie das immer ist, wenn eine Berufsbezeichnung nicht geschützt ist: „Es tummelt sich viel im Becken“. Genauso verhält es sich auch mit der Berufsbezeichnung des Heraldikers. Es reicht dabei nicht aus, Mitglied in einem heraldisch arbeitenden Verein zu sein, um seriöse Heraldik zu betreiben. Neben einem feinen Gespür für grafische Kompositionen ist eine hervorragende historische Ausbildung und vor allem langjährige Erfahrung unverzichtbar.

Die Anforderungen an die historische Fachkompetenz erklären sich bereits aus der engen Verquickung zwischen Wappen und Familiengeschichten. Außerdem gilt selbstverständlich für einen Heraldiker genauso wie für andere Wissenschaftler auch, dass langjährige Forschungserfahrung eine gut ausgestattete Bibliothek mit sich bringt. Hier sollten zumindest die Bände der Siebmacher’schen und Rietstap’schen Sammlungen vollständig vorliegen.

Wie finde ich einen seriösen Heraldiker?

Da die Berufsbezeichnung des Heraldikers bedauernswerterweise nicht geschützt ist, kann sich jeder als solcher titulieren. Daher haben wir eine Art „Check-Liste“ zusammengestellt, damit Sie sicher einen kompetenten und seriösen Heraldiker finden können. Natürlich erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dennoch gibt Sie Ihnen, ein paar unbedingt zu prüfende Kriterien an die Hand.

  • Wer steht hinter dem Angebot? Mit welchem Menschen habe ich es zu tun?
  • Welchen Beruf übt er aus?
  • Ein wichtiges Indiz ist das Impressum, denn hier wird die Rechtsform des Unternehmens erläutert.
  • Verfügt der Heraldiker über eigene Geschäftsräume zur Ausübung seiner Tätigkeit?
  • Auch eine Anfrage bei der Auskunft der Schufa / Creditreform ist durchaus lohnenswert.
  • Wir haben bereits auf die Unverzichtbarkeit historischer Fachkompetenz hingewiesen. Prüfen Sie daher unbedingt die Recherchemöglichkeiten eines Heraldikers, d.h. wie umfangreich seine Bibliothek ist.
  • Wird eine Einmaligkeitsprüfung durchgeführt und wenn ja, welchen Kriterien folgt diese?